Auszaug aus den „Hygiene- und Infektionsschutzstandards“ zur CoronaSchutzVO NRW
in der Fassung vom 08.05.2020

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V. Kosmetikbetriebe, Nagelstudios, Maniküre

Grundsätzlich ist die Verordnung zur Verhütung übertragbarer Krankheiten (Hygiene-Verordnung) des
Landes Nordrhein-Westfalen in der geltenden Fassung zu beachten.

1. Kundinnen und Kunden sowie Beschäftigten mit Symptomen einer Atemwegsinfektion ist der Zutritt
zu den Geschäftsräumen zu verweigern; Ausnahmen bei Beschäftigten sind nach ärztlicher Abklärung
möglich; Ausnahmen für Kunden sind nur bei zwingenden medizinischen Gründen und unter Beachtung
besonderer zusätzlicher Schutzmaßnahmen zulässig.

2. Kunden oder Kundinnen müssen sich nach Betreten des Kosmetikstudios die Hände waschen oder
desinfizieren (Desinfektionsmittel mind. „begrenzt viruzid“). Auf nicht kontaktfreie Begrüßungsrituale
(Händeschütteln etc.) ist zu verzichten. Kundinnen und Kunden, die nicht zur Einhaltung der nachfolgenden
Regeln bereit sind, ist im Rahmen des Hausrechtes der Zutritt zu verwehren.

3. Kundenkontaktdaten sowie Zeitpunkt des Betretens und Verlassens des Kosmetikstudios bzw. der Geschäftsräume
sind nach Einholen des Einverständnisses zur Ermöglichung einer Kontaktpersonennachverfolgung
zu dokumentieren.

4. In Sanitär- und Gemeinschafts-/Pausenräumen sind Händedesinfektionsmittel, Flüssigseife und Einmalhandtücher
zur Verfügung zu stellen. Die Räume sind in kurzen Intervallen (mind. zweimal täglich)
zu reinigen. Es gilt hier ebenso der Mindestabstand untereinander.

5. Kosmetikerin oder Kosmetiker und Kundinnen und Kunden müssen in den Geschäftsräumen – soweit
keine medizinischen Gründe entgegenstehen – eine Mund-Nase-Bedeckung tragen. Die Leistungserbringer
müssen die Mund-Nase-Bedeckung grds. nach dem Abschluss einer Dienstleistung an einer
Kundin/einem Kunden wechseln. Bei ausnahmsweise paralleler Kundenbetreuung und generell muss
eine Maske bei Durchfeuchtung gewechselt werden, mind. aber alle 60 Minuten. Wiederverwendbare
Mund-Nase-Bedeckungen müssen vor der nächsten Benutzung bei mind. 60 Grad Celsius oder mit geeignetem
Waschmittel (mind. „begrenzt viruzid“) gewaschen werden.

6. Kontaktpunkte zur Kleidung der Kundin bzw. des Kunden sind während der Behandlung abzudecken.

7. Bei gesichtsnahen Dienstleistungen und nicht einhaltbaren Schutzabständen müssen Kosmetikerin oder
Kosmetiker während der Behandlung mindestens eine FFP2-, eine KN95- oder N95-Maske tragen3,
ergänzt von einer Schutzbrille oder einem Gesichtsschild.

8. Der Abstand zwischen zwei gleichzeitig mit Kunden besetzten Behandlungsplätzen muss grds. mindestens
2,5 m betragen (gesicherter Mindestabstand 1,5 m zzgl. Bewegungsraum).

9. Die Bewegungsräume zur Einhaltung des 1,5 m Abstandes sollen markiert oder abgesperrt werden.

10. Die gleichzeitige Anwesenheit von Kunden in Wartebereichen ist zu vermeiden; Mindestabstände von
1,5 m zwischen Kundinnen und Kunden sind einzuhalten. Durch Terminvereinbarung ist ein Rückstau
von Kunden in Wartebereichen zu vermeiden.

11. Zeitschriftenauslagen, Bewirtung etc. für die Kundinnen und Kunden sind unzulässig.

12. Kosmetikerinnen oder Kosmetiker müssen vor jedem Kundenwechsel die Hände waschen oder desinfizieren.
Das Tragen von Einweghandschuhen ist vom Beginn der Dienstleistung bis nach Abschluss der
Behandlung obligatorisch; die Handschuhe sind nach jeder Kundin/jedem Kunden zu wechseln. Das gilt
auch während einer möglichen parallelen Betreuung mehrerer Kunden.

13. Für die Behandlung genutzte Tücher und ähnliches, sofern es sich nicht um Einmalartikel handelt, dürfen
erst nach einer 60 Grad Celsius-Wäsche oder einer Wäsche mit desinfizierendem Waschmittel bei
40 Grad Celsius erneut benutzt werden.

14. Alle Kontaktflächen wie Stühle, Liegen und Ablagen sind nach jedem Gebrauch mit einem fettlösenden
Haushaltsreiniger zu reinigen oder mit einem geeigneten (mind. „begrenzt viruziden“) Desinfektionsmittel
zu desinfizieren. Bei der Behandlung entstandene Abfälle sind nach jeder Leistungserbringung
ordnungsgemäß zu entsorgen. Türklinken, Handläufe etc. müssen regelmäßig gereinigt werden.

15. Alle Materialien und Arbeitsgeräte sind nach jedem Kunden bzw. jeder Kundin ordnungsgemäß zu
reinigen bzw. zu desinfizieren.

16. Die Geschäftsräume müssen ausreichend belüftet sein.
3 Bei arbeitstäglichem Gebrauch von mehr 30 als Minuten findet die DGUV Regel 112-190 sowie die Arbeitsmedizinische
Vorsorgeverordnung (ArbMedVV) Anwendung

17. Das Personal wird zu den vorgenannten Schutzmaßnahmen und Verhaltensregeln (inkl. allg. Regeln
des Infektionsschutzes wie „Niesetikette“, Einordnung von Erkältungssymptomen etc.) unterwiesen.
Kundinnen und Kunden werden durch Hinweisschilder, Aushänge usw. über die einzuhaltenden Regeln
informiert.